Forschern gelang der große Durchbruch bei einer Technologie, die Bill Gates unterstützt

Business Insider Finance 2 months ago

Dass der Klimawandel eine reale Bedrohung ist, darüber sind sich Experten mittlerweile einig. Eine Ursache dafür: Der weltweite Kohlendioxidausstoß, der trotz weitreichender Bemühungen ansteigt.

Den meisten von uns ist der Ernst der Lage bewusst, weshalb immer mehr Menschen auf E-Autos oder auf erneuerbare Energien zurückgreifen, dennoch gelangen weltweit jährlich 40 Milliarden Tonnen des Gases in die Atmosphäre. Folgen sind ein globaler Temperaturanstieg sowie verheerende Naturkatastrophen und Krankheiten. 

Um dieses Problem endgültig zu lösen, haben Forscher der Unternehmen Climeworks, Carbon Engineering und Global Thermostat — die unter anderem von Investoren wie Bill Gates oder Edgar Bronfam unterstützt werden — in den vergangenen Jahren an einer interessanten Technologie gearbeitet, die unser Kohlendioxid-Problem schon bald lösen könnte.

Direct-Air-Capture zur Minimierung des Kohlendioxids in der Luft

Durch den Einsatz der sogenannten Direct-Air-Capture-Technologie, also dem Auffangen von Kohlendioxidpartikeln aus der Luft, kann das Gas aus dieser entfernt und schließlich weiterverwertet oder unter die Erde gepumpt werden, wo es Tausende oder sogar Millionen von Jahren gespeichert wird. 

Schon lange wurde die Direct-Air-Capture-Technologie als Lösung unseres Klimaproblems in Betracht gezogen, zu hohe Preise für die Entwicklung und Ausführung haben jedoch sowohl Investoren als auch Forscher abgeschreckt.

Das Schweizer Unternehmen Climeworks, das von Jan Wurzbacher und Christoph Gebald gegründet wurde, hat es nun jedoch geschafft, solch eine Anlage zu bauen. Im Mai installierte das junge Unternehmen ein funktionsfähiges Modell in Zürich, wo nun etwa 1.000 Tonnen an Kohlendioxid pro Jahr aufgefangen werden können — das entspricht dem CO2-Ausstoß von 20 US-Haushalten.

Der Großteil des Gases wird dann in ein nahegelegenes Gewächshaus geleitet und für den Mais-Anbau verwertet. Die Kosten für den Betrieb belaufen sich in etwa auf 100 Dollar (84,37 Euro) pro Tonne an eingefangenem Gas, berichtet Wurzbacher im Gespräch mit der Wissenschaftsseite „Quartz“.

Seit einigen Tagen wird diese Technologie zudem in einem kohlendioxidneutralen Geothermie-Kraftwerk des Unternehmens Reykyavik Energy in Island genutzt. Dort können ab sofort pro Jahr zwar nur 50 Tonnen des ausgestoßenen Kohlendioxids aufgefangen und unter die Erde geleitet werden, dennoch ist es die erste Anlage, die negative Emissionswerte erzielen kann. Zudem werden während des Kraftwerkbetriebs nur etwa drei Prozent des Gases produziert. 

Das aufgefangene Kohlendioxid kann in der Industrie weiterverarbeitet werden

Das Prinzip hinter der Direct-Air-Capture-Technologie ist die Absorption von Kohlendioxid an einem Amin-Filter. Umgebungsluft wird in die Anlage gesaugt und über den Filter geleitet, auf dem die Gaspartikel gebunden werden. Die verbliebene Luft kann wieder an die Umgebung abgegeben werden. Nachdem die Filter gesättigt sind, werden sie erhitzt, sodass sich das Kohlendioxid wieder löst und als reines Gas eingefangen und schließlich weiterverkauft werden kann.

Und es gibt einige Industriezweige, die das Gas gut verwerten können: In der Nahrungsmittelindustrie wird Kohlendioxid beispielsweise für die Herstellung von Soft Drinks oder Mineralwasser genutzt, in Gewächshäusern kann das Gas zur Förderung des Pflanzenwachstums eingesetzt werden und auch für die Herstellung bestimmter Materialien oder in der Energieindustrie findet reines Kohlendioxid Verwendung.

Das Unternehmen Climeworks hofft nun darauf, dass auch weitere Unternehmen ihre Technologie nutzen werden, sodass das Ziel des Pariser Klimaabkommens — eine globale Temperaturerhöhung von zwei Grad nicht zu überschreiten — erreicht werden kann. 

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